Wenn ich könnte, wie ich wollte …

Der Konjunktiv ist eine von Frauen gerne benutzte Form. Warum eigentlich? Was würde passieren, wenn ich einfach tue, was ich will und kann? Wenn klar ist, dass ich mache, was ich wirklich will? Kein Zaudern, kein Zagen. Wie wir es schaffen, Entscheidungen zu treffen, die Herz und Hirn in Flow bringen - darum ging es bei einer virtuellen B.F.B.M.-Veranstaltung mit Coach Anita Berres.

Anita BerresDer Online-Workshop mit dem Titel „Was ich täte, wenn ich könnte, wie ich wollte …“ war durch und durch interaktiv gestaltet. Nach einer kurzen Einführung konnten die Teilnehmerinnen direkt mit einer Selbstreflexion-Übung starten: „Das würde ich tun, wenn ich nicht scheitern könnte!“ Jede hatte ein paar Minuten Zeit, zu überlegen, welche Aktivität oder welches Projekt sich für sie persönlich hinter diesem Satz verbirgt. Anita Berres (Foto) erzählt: „Als ich selbst vor einigen Jahren diese Übung zum ersten Mal gemacht habe, hatte ich plötzlich die Idee, eine Pflanzenklinik zu eröffnen.“ 

Welche Qualitäten braucht mein Leben?

Stern zum AusfüllenIm zweiten Schritt geht es darum herauszufinden: Welche Lebens-Qualitäten sind mit meinem Tätigkeitswunsch verbunden? Dazu hat Anita Berres den Teilnehmerinnen als Unterstützung ein Bild von einem fünfzackigen Stern mitgebracht (Abbildung rechts). Wieder bekam jede Zeit, zu ihrem individuellen Thema fünf Qualitäten - für jeden Strahl des Sterns eine - zu finden. Die nächste Frage lautete: Welche dieser fünf Qualitäten wird in meinem gegenwärtigen Leben am wenigsten bedient? Und wie kann ich sie in mein jetziges Leben integrieren?

Bei ihrer eigenen gedanklichen Reise zur Pflanzenklinik hatte Anita Berres unter anderem die Qualität „Rhythmus“ notiert. „Ein gleichmäßiger, wohltuender Rhythmus hat mir damals in meinem Alltag tatsächlich am meisten gefehlt. Ich habe mir auf diese Erkenntnis hin unter anderem regelmäßige Pausen verordnet und diese auch konsequent eingehalten.“

Was hält uns so oft davon ab, zu tun, was wir eigentlich wollen? Die Hindernisse, die wir in unserem Weg stehen sehen, sind vielfältig. Anita Berres räumt damit auf: „Es gibt nur vier objektive Gründe, die uns an der Umsetzung eines Vorhabens hindern können.“ Das sind

  • fehlende Finanzkompetenz (wenn ich kein Kapital habe)
  • fehlende Entscheidungskompetenz (wenn ich nicht entscheidungsbefugt bin)
  • fehlende Fachkompetenz (wenn mir Wissen und Fertigkeiten fehlen) und 
  • fehlende physische Kompetenz (wenn ich körperlich zu etwas nicht in der Lage bin)
  • Anita Berres: „Alles andere können wir selbst verändern!“ Auch die häufige Ausrede „Dazu fehlt mir die Zeit!“ lässt sie nicht gelten. „Jede hat 24 Stunden pro Tag zur Verfügung. Was wir damit machen, ist eine Frage der Prioritäten.“

Mehrmals hatten die Teilnehmerinnen während des Workshops die Gelegenheit, sich interaktiv in kleinen Gruppen auszutauschen, zum Beispiel zu der Frage „Wenn ich mache, was ich will, was macht das für einen Menschen aus mir?“ Eine Teilnehmerin wünschte sich schon lange mehr Freiraum für private Projekte und ihre Partnerschaft. Sie erzählt: „Schon die Einladung und der Titel ‚Was ich täte, wenn ich könnte, wie ich wollte …‘ haben mich so wachgerüttelt und motiviert, dass ich den Freiraum bei meinem Arbeitgeber jetzt eingefordert habe. Darüber bin ich sehr froh.“

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