Was ist uns das Netzwerk wert?

Frauennetzwerke sind toll, machen aber auch Arbeit. "Sind wir es uns wert... Zeit und Energie in Frauennetzwerke zu investieren?" fragten deshalb die B.F.B.M.-Frauen in Aachen im Rahmen eines "World Cafés", zu dem auch Gäste eingeladen waren. "Wir wollten klären, welche Bedürfnisse sich die Frauen in einem Netzwerk überhaupt erfüllen wollen", erklärt die Initiatorin Ursula Meyer.

Das Format des World Cafés wurde in Aachen dazu genutzt, eine ganzheitliche Bestandsaufnahme zu machen, welche Bedürfnisse Frauen hier und heute für sich persönlich und in der Gesellschaft haben. Ursula Meyer: „Auf der Basis können wir überlegen, welche Stärkung wir von unserem Netzwerk erwarten.“

Im „World Café“ kommt jede zu Wort

Im Zentrum des World Cafés steht das entspannte Gespräch. Die Teilnehmer sitzen in kleinen Gruppen um Tische herum und reden über ein Thema. Man teilt sich mit und hört sich zu. Alle kommen zu Wort. Man erfährt Neuigkeiten und hört andere Meinungen. Es entstehen neue Ideen und neue Perspektiven. Die Methode erzeugt keinen Leistungsdruck, die Ergebnisse ergeben sich wie automatisch, werden mitgeschrieben, gekritzelt, gemalt auf der Tischdecke. 

Die Aachener B.F.B.M.-Frauen hatten drei Tische mit jeweils einer Frage zum Thema vorbereitet.

1. Bedürfnisse auf persönlicher Ebene: Alle wollen was von mir und wo bleibe ich? 

Hier wurden Stichworte wie schwieriger Rollenwechsel, Wertschätzung, eigener Verantwortungsbereich und „mehr Zeit für mich“ genannt.

2. Erwartungen der Frauen an die Gesellschaft: Wenn wir wirklich gleichgestellt wären? 

Hier waren die Gesprächsschwerpunkte Kinderbetreuung, Familienarbeit aufteilen, „Frauen müssen auf eigenen Beinen stehen“ und auch „Männer müssen gleichgestellt werden“.

3. Im Netzwerk: Was wollen wir erreichen? 

Zu dieser Frage sprudelten die meisten Ideen (Foto der Stichwortsammlung oben), unter anderem: Sichtbar werden, Austausch, neue Impulse, Ausprobieren im geschützten Raum, Akquise und Kooperationen.

Insgesamt gab es drei Gesprächsrunden, so dass jede Teilnehmerin sich an allen drei Tischen einbringen konnte. Die Moderatorinnen Petra Pomowski, Ursula Meyer und Ruth Schulze-Jülicher haben am Ende die Ergebnisse der drei Runden an ihrem jeweiligen Tisch zusammengefasst und die wichtigsten Beiträge auf Karten an den „Baum der Erkenntnis“ geheftet.

Das Ziel des World Cafés, vielfältige Meinungen zu sammeln, wurde also mehr als erreicht. Fazit von Ursula Meyer: „Wir werden die Ergebnisse in der Regionalgruppe auswerten und uns der Frage stellen: Wie müssen wir Netzwerk neu denken?“ Fortsetzung folgt!

 

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