Netzwerken, aber richtig!

Warum sind wir beim Netzwerken manchmal so zaghaft? Was hindert uns daran, mit Elan und Freude auf andere Menschen zuzugehen? Und wie kann Netzwerken auch digital gelingen? Um diese Fragen ging es bei der überregionalen Online-Veranstaltung des B.F.B.M. "Netzwerken, aber richtig!" mit der bekannten Autorin und Speakerin Tanja Peters (Foto).

Ein Hemmschuh beim Netzwerken kann folgende Ausgangslage sein: Ich möchte gern in einen Austausch mit einer bestimmten Person treten, ich bin mir aber unsicher, ob ich auch interessant für die andere bin. In solchen Situationen empfiehlt Tanja Peters das „Microfasertuch“. Ja, richtig, ein Microfasertuch! Allerdings ist das metaphorisch gemeint. „Staubsaugervertreter machen potenziellen Kunden am Anfang des Gesprächs oft ein kleines Geschenk, zum Beispiel ein Microfasertuch“, erklärt die Autorin. „Dieses kleine Geschenk stimmt Menschen positiv, sie möchten etwas zurückgeben und sind eher geneigt einen Staubsauger zu kaufen.“ Tanja Peters empfiehlt, sich dieses Prinzip auch beim Netzwerken zunutze zu machen. Um herauszufinden, was ein geeignetes „Microfasertuch“ für das jeweilige Gegenüber sein könnte, hat sie drei „magische“ Fragen für die Kontaktaufnahme formuliert. Eine davon lautet „Was kann ich für dich tun?“

Mit „magischen“ Fragen neue Frauen kennenlernen

Die magischen Fragen konnten die Teilnehmerinnen direkt online im Gespräch ausprobieren. Frauen aus unterschiedlichen Branchen und verschiedenen Städten fanden sich via Kamera und Mikrofon zu zweit oder zu dritt in separaten virtuellen Räumen (Breakout-Sessions) zusammen. Dabei entstanden an zwei Stellen sogar direkt Projektideen. Aber auch eine grundsätzliche Schwierigkeit des Netzwerkens - egal ob online oder offline - zeigte sich. Was mache ich, wenn ich bei Gesprächspartnern gelandet bin, die gar nicht zu mir passen?

Tanja Peters: „Es ist wichtig, dass ihr beim Netzwerken gut für euch sorgt! Wenn etwas nicht passt, dürft ihr das auch sagen und entsprechende Konsequenzen ziehen.“

Konkret heißt das: Bei einer Präsenzveranstaltung unter einem Vorwand einfach zur nächsten Gruppe weitergehen. Und online ist es völlig in Ordnung, der Gruppe mit einer neutralen Formulierung mitzuteilen, dass die Konstellation einfach nicht passt, dann die Gruppe zu verlassen und den Moderator bitten, Zugang zu einer anderen Gruppe zu bekommen.

Interesse wecken mit einer guten Selbst-Präsentation

Zum Schluss verriet Tanja Peters noch ein sehr wirkungsvolles Rezept für einen Elevator-Pitch, mit dem jede Frau bei jedem Netzwerktreffen sofort das Interesse auf sich ziehen kann. Um den Elevator-Pitch zu üben, kamen sämtliche Teilnehmerinnen zuhause vor ihren Kameras sogar in Bewegung. Auch das ist bei einer Online-Veranstaltung möglich!

„Netzwerken, aber richtig!“ war schon die zweite überregionale Online-Veranstaltung des B.F.B.M. Fast 30 Frauen hatten sich eingeloggt und im Anschluss die Veranstaltung sehr positiv bewertet. Ein Beispiel-Kommentar: „Es war eine sehr interessante, anregende Veranstaltung. Das Online-Format war passend, insbesondere die Breakout Rooms sind eine gute Einrichtung, damit die Veranstaltung persönlicher wird.“ Fazit von Carmen Reuter, der 1. Bundesvorsitzenden des B.F.B.M.: „Zusätzlich zu unseren Regionalgruppen mit Präsenztreffen wollen wir unser Netzwerk virtuell beleben. Deshalb freuen wir uns, dass diese Veranstaltung so gut ankam.“

Hier geht es zur Videoaufzeichnung der Veranstaltung:

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