Gute Wörter für Frauen und Männer

Eine Mail, ein Konzept, ein Blogbeitrag - Texte zu verfassen gehört praktisch für jede und jeden zum Berufsalltag. Immer mehr Kunden, Institutionen und auch das eigene Unternehmen fordern dabei eine geschlechtergerechte Sprache. Sie finden das hölzern und umständlich? Ein neuer online-Ratgeber hilft.

Geschlechtergerechte Sprache ist eine Sprache, die Frauen mit meint, das heißt nicht einem generischen Maskulinum wie zum Beispiel „Mitarbeiter“ unterordnet, sondern explizit mit benennt. Dafür werden oft das Binnen-I, das Gendersternchen oder die Gender-Gap genutzt. Diese Formen fügen sich jedoch schlecht in die deutsche Grammatik ein und werden von vielen Menschen als unbeholfen und störend empfunden.

Kreativ und lesefreundlich

Die Internetseite Genderleicht.de, ein Projekt des Journalistinnenbundes, zeigt, dass geschlechtergerecht Schreiben auch eleganter und kreativer geht: So lassen sich beispielsweise durch geschlechtsneutrale Begriffe wie „Beschäftigte“ oder „Medizinisches Personal“ das generische Maskulinum „Mitarbeiter“ oder die Beidnennung „Ärztinnen und Ärzte“ lesefreundlich umgehen. Sprachgeschicklichkeit lässt sich erwerben – und kann auch Spaß machen. Das legt Genderleicht nahe.

Auf der Seite finden sich unter anderem konkrete Fälle aus der Praxis inklusive kreativer Lösungsvorschläge. Alle Nutzerinnen und Nutzer der Seite können zudem eigene kniffelige Fälle einreichen und erhalten alternative gendersensible Textvorschläge dazu. „Genderleicht“ wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) finanziell gefördert.

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