Die Zukunft selbst gestalten

Die entscheidende Frage lautet nicht "Welche Zukunft kommt auf mich zu und wie kann ich mich am besten darauf vorbereiten?", sondern "Welche Zukunft wünsche ich mir?" Mit diesem überraschendem Perspektivwechsel startete der interaktive Online-Workshop "Zukunftskompetenzen" von Katharina Buchgeister beim B.F.B.M.

Katharina BuchgeisterDas Spannende an diesem Workshop: Er lieferte keine Antworten, sondern immer wieder neue Fragen zur Selbstreflexion und Richtungsfindung! An die Frage nach den Zukunftswünschen schloss sich sofort die nächste an: Welche Kompetenzen will ich jetzt entwickeln, um diese Zukunft aktiv zu gestalten? „Unter Kompetenzen versteht man meist eine Kombination aus Fähigkeiten und Wissen“, erklärt Katharina Buchgeister (im Foto rechts). „Aber Kompetenzen sind viel mehr als das! Es braucht Motivation, um Wissen in Anwendung zu bringen und immer wieder zu hinterfragen. Außerdem verankert erst die Erfahrung unser Wissen als Kompetenz und hilft, unsere Fähigkeiten stetig weiter zu entwickeln. Letztlich sind die eigene Haltung und die Werte, von denen ich mich leiten lasse, ganz wesentlich für die Wirksamkeit meines Handelns.“

Um neue Kompetenzen zu entwickeln, können wir Ressourcen aus folgenden drei Ebenen nutzen:

  1. Selbstführung: Hier geht es darum, einen inneren Kompass zu entwickeln - wer ich wirklich bin, was ich wirklich will und in die Selbstwirksamkeit zu kommen. Was hilft? Achtsamkeit und Musterunterbrechung sowie ganzheitliche Ressourcennutzung (Kopf, Herz, Körper, Intuition).
  2. Gemeinschaft: Um Zukunft gemeinsam zu entwickeln, brauchen wir unter anderem eine Kultur des Vertrauens. Dazu gehören die Wertschätzung von Diversität und Feedback-Kompetenzen.
  3. Lebendigkeit: Hier geht es um Digitalisierung als Chance für einen neuen Humanismus, Nachhaltigkeit, Naturverbundenheit und Evolution statt permanentem Wachstum.

Inspiration aus der Selbstreflexion schöpfen

Anschließend stellte Katharina Buchgeister wieder Fragen, die jede Teilnehmerin für sich im Stillen, aber spontan aus dem Bauch heraus beantworten und notieren sollte. Bei den Fragen ging es zunächst um eine Standort-Bestimmung in der Gegenwart, z. B. „Worin liegen zurzeit die größten Kraftquellen für mich?“, um dann den Blick in die Zukunft zu richten. „Wo spüre ich eine Öffnung, aus der Zukünftiges entstehen kann?“. Anschließend konnten sich die Frauen in kleinen Gruppen über diejenigen Fragen austauschen, die sie besonders beschäftigt hatten. Diese Möglichkeit fanden alle Teilnehmerinnen sehr inspirierend. 

Die letzte Frage des Workshops zielte auf die Selbstreflexion der Gruppe und lautete: „Was können Frauennetzwerke kühn, empört und verantwortungsvoll in die Zukunft gedacht erreichen?“ Dazu erstellten alle Teilnehmerinnen gemeinsam eine virtuelle Pinnwand. Hier eine Auswahl der angehefteten „Zettelchen“:

  • Gemeinschaft stärken, statt spalten
  • Sich bedingungslos für Demokratie einsetzen
  • Sich gegenseitig unterstützen und so gute Energie verstärken. Das beeinflusst eine positive Zukunft.
  • Wertschätzung von Diversität
  • Gegenseitige Kraftquelle
  • Frauen stärken, beruflich wie privat
  • Endlich Equal Pay!!!
  • Auch mal in den Arm nehmen …

„Jede einzelne von uns kann etwas erreichen!“ machte Katharina Buchgeister zum Schluss Mut und zeigte ein Zitat vom Dalai Lama „If you think you are too small to make a difference, try sleeping with a mosquito in the room.“ (Wenn du glaubst, du bist zu klein, um etwas zu verändern, dann versuche doch einmal, in einem Raum mit einer Mücke zu schlafen …)

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