Wie bleiben wir im Spiel?

Dieser zweite Pandemie-Winter ist wirklich zäh: Wir sitzen wieder im Homeoffice, draußen ist es grau und kalt, Kollegen oder Kunden sind gefühlt sehr weit weg, Online-Meetings finden wir auch nicht mehr aufregend, sondern eher ermüdend. Da entsteht bei vielen so langsam ein Gefühl von Ausgeschlossen- oder Abgehängtsein ... Der B.F.B.M. steuert mit einem neuen Format zum gegenseitigen Austausch dagegen.

Das Gefühl von Aus-dem-Spiel-sein, das jetzt viele Frauen erleben, kann aber auch ganz ohne Pandemie in verschiedenen Lebenssituationen auftreten, z. B. bei einer Doppelbelastung mit Familie und Beruf, bei Umstrukturierungen im Unternehmen oder wenn ein angestammtes Geschäftsfeld wegbricht. Weil das jeder Frau immer wieder passieren kann, hat der B.F.B.M. einen Online-Austausch-Abend mit dem Titel „Wie bleiben wir im Spiel?“ angeboten.

Carmen Reuter„Indem wir uns auf unsere Stärken besinnen!“ ist die Antwort von Carmen Reuter (Foto links), B.F.B.M.-Bundesvorsitzende und Coach, die das Online-Format moderiert hat. „Menschen, die ihre Stärken beruflich und auch sonst in ihrem Leben einsetzen können, sind glücklicher und erfolgreicher!“ Deshalb waren die Teilnehmerinnen eingeladen, sich in zwei Runden in Breakout-Sessions über ihre Stärken auszutauschen. „Feedback von anderen ist bei diesem Thema besonders wichtig, weil uns unsere eigenen Stärken oft nicht bewusst sind. Wenn wir sie einsetzen können, geht ja alles ganz leicht!“, erklärt Carmen Reuter.

Die eigenen Stärken leben

Ein Beispiel aus den Gesprächsrunden: Eine Teilnehmerin nimmt sich selbst als besonders engagiert wahr, Menschen in ihrem Umfeld bezeichnen sie jedoch als „hyperaktiv“. Das sind zwei Seiten einer Medaille, handelt es sich bei der Eigenschaft nun um eine Stärke oder eine Schwäche? Carmen Reuter bietet dafür ein ungewöhnliches Kriterium an: „Wenn ich eine bestimmte Eigenschaft z. B. bei meiner Arbeit einsetze, und mein Tun mir Energie gibt, dann handelt es sich um eine Stärke.“ Wenn sich eine Tätigkeit hingegen für uns als energieraubend zeigt, dann setzen wir dabei eher antrainierte Fähigkeiten ein, die nicht unseren ursprünglichen Talenten entsprechen.

Das Besondere an dieser Online-Veranstaltung: Zwischendurch gab es Stress-abbauende Achtsamkeitsübungen und der Schwerpunkt lag bei dem Austausch in Kleingruppen. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es gerade in diesen Zeiten wichtiger ist, mit anderen Frauen ins Gespräch zu kommen als nur passiv fachlichen Input aufzunehmen“, erklärt Ursula Meyer, stellvertretende B.F.B.M.-Bundesvorsitzende, „Wir werden dieses Format künftig öfter anbieten!“

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