Was ziehe ich im Job an?

Die Fragen, die berufstätige Frauen zum Thema Kleidung beschäftigen, sind vielfältig: Von "Welche Farben stehen mir?" über "Wie finde ich den richtigen Hosenschnitt?" bis "Wie kann ich mich einem formalen Dresscode anpassen und trotzdem ich selbst bleiben?" Im Workshop "Kleider machen Geschäfte" mit Coach und Stilberaterin Astrid Windfuhr beim B.F.B.M. in Köln gab es Lösungen dafür.

Die Kleiderfragen ordnete Astrid Windfuhr zwei Themenbereichen zu „individuell stimmige Kleidung“ und „Image/Dresscodes“. „Ich beginne bei meiner Arbeit immer mit dem individuellen Bereich“, erklärt sie, „wenn man die eigenen Stilmittel gefunden hat, lässt sich damit viel besser eine persönliche Interpretation von verschiedenen Dresscodes oder auch ein Markenzeichen entwickeln.“ Die persönlichen Stilmittel sind

  • individuell präsenzverstärkende Farben
  • Schnittformen stimmig zu den persönlichen Proportionen und
  • Materialien und Muster, die Körperstrukturen und Persönlichkeit spiegeln.

Zu allen drei Bereichen zeigte Astrid Windfuhr praktische Tests an den Teilnehmerinnen. Mehrere Frauen staunten, wieviel lebendiger sie in blaugrundigen Farben aussehen als in gedeckten Erdtönen. „Braun, Beige oder auch Apricot sind gelbgrundige Farben. Und die stehen nur wenigen Menschen.“, berichtet Astrid Windfuhr aus Ihrer 10-jährigen Beratungspraxis. Weitere wichtige Parameter für die Bestimmung des individuellen Farbtyps sind Helligkeit und Intensität. „Mit diesen drei Parametern lässt sich der Farbtyp individueller und differenzierter bestimmen als in dem herkömmlichen Vier-Jahreszeiten-System“, erklärt die Stilexpertin.

Ein authentischer Kleidungsstil macht souverän

MusterprobeSpannend wurde es bei dem Thema Muster und Materialien: An B.F.B.M.-Frau Janine Ditscheid zeigte Astrid Windfuhr (im Bild rechts) die unterschiedliche Wirkung von Streifen- und Blumenmustern. Die Streifen wirkten fremd, die Blumen vital und harmonisch zu Janine Ditscheids Lockenkopf. Aber wie verspielt kann eine Frau im beruflichen Umfeld auftreten, wenn sie ernst genommen werden will? Mehrere Frauen berichteten davon, wie sie vor allem als Berufsanfängerin sich um schlichte bis strenge Kleidung bemüht haben, damit das männliche Gegenüber „mir auch glaubt, dass ich weiß, was ich will und dass ich tue, was ich sage“, wie Janine Ditscheid es formuliert. “Frauen, die mit ihrer Kleidung gegen den eigenen Stiltyp arbeiten, wirken aber schnell verkleidet. Dadurch verlieren sie ihre authentische Ausstrahlung und ihre Souveränität“, gibt Astrid Windfuhr zu bedenken. Die Lösung sieht so aus: Wer sich in einem Umfeld mit konservativ formellen Dresscodes bewegt, aber eher ein natürlicher oder verspielter Typ ist, trägt z. B. statt des kantigen Nadelstreifen-Jacketts lieber einen Blazer aus weichem Stoff mit einem feminin drapiertem Kragen, oder zum Blazer eine Rüschenbluse.

Jede Frau konnte aus dem Workshop einige für sich leicht umsetzbare Verbesserungsvorschläge mitnehmen. Fazit von Teilnehmerin und B.F.B.M.-Mitgliedsfrau Barbara von der Mark: „Unglaublich, was Kleidung an einem Menschen verändern kann.“

 

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