Stimmige Körpersprache überzeugt

Überzeugende Körpersprache ist Bestandteil einer gelungenen Kommunikation, sie ist ein Schlüssel, der über die Kraft der Worte hinausreicht. Die B.F.B.M.-Mitgliedsfrauen in Karlsruhe und ihre 30 Gäste erlebten dazu einen spannenden Abend mit der Körpersprache-Trainerin Stefanie Wally.

Stefanie Wally ist Körpersprache- und Kommunikationstrainerin, Fachreferentin und Schauspielerin und Autorin. Ihre handwerklichen Bausteine sind daher vielfältig: Von der Galli-Methode® (Methode des spontanen Spiels) und der Theaterpädagogik bis hin zur Erwachsenendidaktik.

Ihren Ansatz erklärt Stefanie Wally so: „Die Lust am Spiel, am kreativen “Ausprobieren” ist uns als Kindern quasi in die Wiege gelegt worden. Im Laufe unseres Lebensprozesses neigen wir aber dazu, dies als vernünftige Erwachsene leider hinten an zu stellen, es gar ganz zu verlieren – und nehmen uns damit ein hohes Potenzial kreativer Schöpfungskraft.“

Dieses kreative Potenzial für die Körpersprache wieder nutzbar zu machen, darum geht es. Auf Basis der sieben Leitlinien von Galli haben die Karlsruher B.F.B.M.-Frauen   sich selbst und neue Möglichkeiten für ihren individuellen körperlichen Ausdruck entdeckt. Unter Überschriften wie „Achte auf den Blick“, „Achte auf den Atem“ oder „Achte auf das Timing“ probierten die Teilnehmerinnen in kleinen Spielszenen neues Verhalten aus.

Eigene Varianten für Stimme, Blick und Haltung finden

Stefanie WallyStefanie Wally (Foto): „Natürlich gibt es bestimmte körperliche Haltungen, die in bestimmten Situationen einfach gut sind. Das ist zum Beispiel ein fester Stand bei einem Vortrag vor einer Gruppe. Um überzeugend zu wirken, ist es aber wichtig, dass jede Frau ihre persönlich stimmige Variante des festen Standes findet.“ Aufgabe für die Teilnehmerinnen war es dann, zunächst eine vorgegebene Haltung einzunehmen, etwa die optimale Sitzhaltung für ein Konfliktgespräch. Dafür sollten die Frauen nur die vorderen zwei Drittel der Sitzfläche nutzen und aufrecht mit hüftbreit auf dem Boden abgestellten Beinen sitzen ohne sich anzulehnen. Dann aber forderte die Trainerin die Teilnehmerinnen immer wieder auf, mit geschlossenen Augen die Position zu überprüfen und gegebenenfalls so lange leicht zu variieren bis sie sich wirklich wohlfühlen.

Außerdem probierten die Frauen auch aus, den Atemfluss und die Stimme bewusst einzusetzen. Wie atme ich wann bewusst ein und aus bei den Worten Ja und Nein, um eine größere Wirkung zu erzielen? Wie kann ich meine Blickrichtungen im Gespräch variieren, um es lebendiger zu gestalten und meine Ziele besser zu erreichen? Schließlich empfiehlt Stefanie Wally, das Gelernte spielerisch als neue Möglichkeiten in den Alltag einzubauen und in nicht kritischen Situationen zu testen. Auch das Bezahlen an der Supermarktkasse kann als Spielsituation verstanden und genutzt werden. Denn nur wer viel übt, wird es in wichtigen Situationen schnell und einfach „abrufen“ können. 

Fazit von Petra Zietemann, der stellvertretenden Leiterin der Regionalgruppe: „Diese Kostprobe zum Thema Körpersprache hat uns allen so gut gefallen, dass wir eine Vertiefung im Rahmen eines ganztägigen Workshops für unser members only Programm planen.“ 

 

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