Online-Plattform #InnovativeFrauen

"Innovative und fachlich versierte Frauen werden immer noch zu wenig in der Öffentlichkeit mit ihren Leistungen und Potenzialen wahrgenommen. Mit unserer Plattform #InnovativeFrauen wollen wir das ändern und die Sichtbarkeit dieser Frauen deutlich erhöhen. Wir wollen zeigen, was sie antreibt, wie sie Zukunft mitgestalten und Lösungen für drängende Probleme finden," so Carola Herbst, Leiterin des gleichnamigen Projekts.

Kernstück der neuen Plattform ist eine Expertinnen-Datenbank. Exzellente Wissenschaftlerinnen, Forscherinnen und Frauen in der Wirtschaft tragen sich hier mit ihrem Profil und ihrer fachlichen Expertise ein und können darüber von Medienschaffenden, Journalist*innen, Redakteur*innen und einer interessierten Fachöffentlichkeit recherchiert und angefragt werden.

Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass Frauen tatsächlich nach wie vor seltener als Expertinnen in die mediale Berichterstattung einbezogen werden als ihre männlichen Kollegen – und zwar auch in den Bereichen, in denen annähernd gleich viele oder überwiegend Frauen arbeiten. Insgesamt betrachtet sind 74 Prozent der Expert*innen in TV-Informationsformaten männlich. Auch auf Veranstaltungen überschreitet der Anteil weiblicher Podiumsteilnehmerinnen oder Sprecherinnen selten 1/3. Hinzu kommt, dass Frauen, auch wenn sie gründen, weniger Aufmerksamkeit erhalten. Start-up Gründerinnen werden beispielsweise in Gründungsmedien seltener erwähnt als männliche Start-up Gründer.

Erfolgsgeschichten werden sichtbar

Obwohl die Datenbank erst seit kurzem online ist, zeigen die Frauen, die sich bereits eingetragen haben, ein beeindruckend vielfältiges Bild an Innovationen: Da ist beispielsweise die Gründerin, die ein filterfreies Verfahren entwickelt hat, mit dem Wasser von Mikroplastik und Mikroverunreinigungen gereinigt werden kann. Oder die Unternehmerin, die kostengünstige, hochwertige Solarsysteme produziert, die überall dort zum Einsatz kommen können, wo Menschen noch keinen Zugang zu elektrischer Energie haben.

Andere Frauen aus der Datenbank beschäftigen sich mit neuen Mobilitätskonzepten oder Biodiversität in Städten. Wieder andere sind dem Bereich der sozialen Innovationen zuzuordnen. Sie unterstützen mit ihren innovativen Ideen Jugendliche, Erwachsene oder auch konkret ältere Menschen – durch gezielte Talentförderung beispielsweise oder Assistenzsysteme für Senior*innen. Die Datenbank wird so nach und nach zu einer Recherchedatenbank, in der Medienschaffende innovative Frauen aus den unterschiedlichsten Themenfeldern recherchieren und anfragen können. Längerfristig will das Projektteam damit erreichen, dass sich die öffentliche Sichtbarkeit innovativer Frauen erhöht, Podien und Veranstaltungen paritätisch besetzt werden und mehr Frauen in Interviews und (Fach-)Artikeln zu Wort kommen. Kontinuierlich neue Inhalte sorgen dafür, dass sich ein regelmäßiger Besuch der Plattform lohnt.

Das Projekt ist im Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengerechtigkeit e. V. angesiedelt und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über eine Laufzeit von drei Jahren gefördert. 

Hier geht es zur Plattform #InnovativeFrauen: https://www.innovative-frauen.de

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