Mut lässt sich trainieren ...

"Mut bedeutet, die Komfortzone zu verlassen, Neues zu wagen, an Grenzen zu gehen", erklärt Coach und Unternehmensberaterin Ulrike von den Driesch gleich zu Anfang ihres interaktiven Vortrags beim B.F.B.M. in Köln. Dem entgegen steht die Angst vor dem Scheitern. Wie sich diese Angst austricksen lässt, erlebten die Teilnehmerinnen der Veranstaltung mit dem Titel "Mut und Ausdauer" auf spielerische Weise.

Vier typische Mutbremsen, die uns immer wieder von wichtigen, neuen Schritten abhalten, hat Ulrike von den Driesch identifiziert.

  • Der Neuland-Instinkt, der uns vor unbekanntem Terrain aller Art zurückschrecken lässt.
  • Das Bedürfnis nach Zugehörigkeit, das uns dazu drängt, uns anzupassen und genauso zu verhalten, wie die anderen Menschen in unserer Umgebung.
  • Unsere Erinnerung an frühere Misserfolge.
  • Unsere Gewohnheiten.

Dahinter steckt immer die Angst vor dem Scheitern, die Angst davor, ein selbst gesetztes Ziel nicht zu erreichen. Um die Angst in Schach zu halten, bereiten wir uns - zum Beispiel auf schwierige Gespräche - gut vor: Wir machen uns einen Plan. Aber was ist, wenn wir bei der Umsetzung des Plans scheitern?

Ulrike von den Driesch„Man denkt so viel und tanzt so wenig!“, dieses Zitat aus einem Kalender hatte Ulrike von den Driesch (im Foto links) dem Workshop vorangestellt. „Angst entsteht durch Erwartungshaltungen. Deshalb will ich dazu motivieren, auch in schwierigen Situationen einfach mal abzuwarten, was da auf mich zukommt!“, erklärt sie. Wenn wir das vorbereitete Konzept los- und uns auf das Hier und Jetzt einlassen, sind wir auf neugierige Art entspannt - und die Angst ist weg. Das setzt Ressourcen frei. Wie das geht, konnten die Teilnehmerinnen sofort spielerisch erleben - mit Übungen aus dem Improvisationstheater. Dazu gehört, auch etwas auszuprobieren, was man sonst nie tut und darauf gespannt zu sein, was dann passiert.

Positiv mit dem eigenen Scheitern umgehen

Das Improvisationstheater schult auch eine positive Einstellung zum Scheitern. Scheitern macht schließlich gescheiter und Scheitern kann sehr lustig sein, stellten die Teilnehmerinnen bei folgender Übung fest: Der Reihe nach erzählten die Frauen von ihren Erlebnissen des Tages. Dabei durften Sie kein Wort benutzen, das den Buchstaben S enthält. Das hielt natürlich keine lange durch! Jedes S war aber dennoch ein schönes Erlebnis, denn es wurde von der ganzen Gruppe mit tosendem Applaus begrüßt. „Wer so positiv mit dem eigenen Scheitern umgeht, hat automatisch auch Ausdauer gewonnen!“, erklärt Ulrike von den Driesch. Kommentar einer Teilnehmerin: „Die Veranstaltung war etwas ganz anderes als ich vorher erwartet habe, aber sehr kurzweilig, hilfreich und motivierend. Vielen Dank!“

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