Kooperationen: So gelingen sie!

Unsere Arbeitswelt ist dynamischer und vielfältiger geworden: Wir arbeiten angestellt, freiberuflich oder in Mischformen zusammen. Wir treffen uns in Netzwerken, Projekten und Teams, weil wir wissen, dass wir gemeinsam stärker sind. Dabei entstehen zufällig oder geplant auch Kooperationen. Birgit Krug, erfahrene Beraterin und Coach, zeigte beim B.F.B.M. in Aachen, wie Kooperationen erfolgreich werden.

Birgit KrugBirgit Krug (im Foto links) kooperiert seit ihrer Gründung vor über 20 Jahren selbst in unterschiedlichen Formen – von strategischen Allianzen bis zu konkreter Zusammenarbeit in eigenen und fremden Projekten - mit und ohne Vertrag. „Mir fällt das leicht, weil ich mich schon während meines Studiums viel mit diesem Thema  beschäftigt habe.“ Andere Unternehmen, Soloselbstständige sowie Freiberuflerinnen und Freiberufler haben mehr Schwierigkeiten damit. Viele Kooperationen scheitern bereits in den Anfängen oder laufen irgendwann halbherzig ohne gute Ergebnisse aus. 

Typische Fehler vermeiden

In der Praxis erlebt Birgit Krug immer wieder folgendes Muster: Kooperationen beginnen mit einem euphorischen Start, man hat jemanden kennengelernt, mit dem man sich gut austauschen kann – meist fachlich. Der Gedanke „Wir könnten mal etwas zusammen machen …“ kommt auf. Die Beteiligten fangen an, Konzepte zu entwickeln, diskutieren - und dann kommt für viele die Phase der Ernüchterung. Eine oder einer ist zum Beispiel nicht bereit, sich an den Kosten zu beteiligen, andere bringen deutlich mehr - oder weniger - Zeit ein als die anderen Partner.

Wie kann es also besser gehen? Wie können die Synergien erschlossen werden? Ursache für das Scheitern ist häufig die unterschiedliche Bedeutung, die die Kooperation für die einzelnen Beteiligten hat. 

Birgit Krug: „Wie andere Beziehungen auch, sind Kooperationen dann gut, wenn sie ausgewogen sind. Wenn einer mehr nimmt als die anderen, kommt es zum Ungleichgewicht. Deshalb sollten von Anfang an Regeln festgelegt werden, wer was in die Kooperation einbringt und wie der Ausgleich hergestellt wird.“ 

Noch wichtiger ist es jedoch, schon ganz zu Anfang einer Kooperation zu klären, was genau der Zweck der Kooperation ist und sich auf gemeinsame Ziele zu verständigen.

Birgit Krug berichtet an diesem Abend von vielen Beispielen aus ihrer Praxis. Etwa von Handwerkern unterschiedlicher Gewerke, die sich zusammenschließen, um die Leistungen für Bauprojekte aus einer Hand abdecken zu können. Oder von ihrer eigenen Zusammenarbeit mit einem langjährigen Kooperationspartner in einem Beratungsauftrag, dem sie das Führungscoaching übertragen hat, um in ihrer Rolle als Beraterin klar zu bleiben. Eine Gastfrau berichtet, dass sie sehr erfolgreich mit anderen Anbietern von Online-Seminaren kooperiert. 

Im B.F.B.M. entstehen produktive Partnerschaften

Am Ende ging es an diesem Abend natürlich auch um das Netzwerken. Beim B.F.B.M. sind im Laufe der Zeit viele sehr gute Kooperationen entstanden. „Bei den Veranstaltungen gibt es immer genug Raum für die Frauen, sich untereinander gut kennenzulernen“, erklärt Ursula Meyer, Regionalverantwortliche des B.F.B.M. in Aachen und Mitglied des Bundesvorstands.

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