Kleidung spricht!

Im Beruf zählen Kompetenz und menschliche Werte! Die äußere Erscheinung ist doch nicht wichtig! Oder doch? "Leider arbeitet das menschliche Gehirn nicht so idealistisch", erklärt Astrid Windfuhr, Coach und Stilberaterin. Wir alle interpretieren unbewusst die optischen Signale anderer Menschen, vor allem die Kleidung. Wie setzen wir uns also vorteilhaft in Szene?

Kleidung erzählt Geschichten. Im B.F.B.M.-Workshop „Kleider machen Geschäfte“ mit Astrid Windfuhr (Foto unten) konnten die Teilnehmerinnen bei einem Experiment mit einem Fotobeispiel direkt erleben, wieviel sich aus Kleidungsstücken und Accessoires herauslesen lässt, zum Beispiel über die Werte oder die Lebenssituation einer Person. Fazit der Stilberaterin: „Wir sollten uns bei der Auswahl unserer Kleidung also gut überlegen: Was will ich über mich erzählen? Wie will ich mich in einem bestimmten Umfeld präsentieren?“ 

Selbstbewusstsein und Professionalität vermitteln

Im beruflichen Zusammenhang ist es immer wichtig, neben bestimmten Werten oder Eigenschaften durch die äußere Erscheinung auch Professionalität zu vermitteln. „Kann ich im Business einen knallroten Blazer tragen?“ fragte in dem Zusammenhang eine Teilnehmerin. Astrid Windfuhr: „Traditionell konservative Dresscodes, die dezente Farben vorschreiben, spielen in der heutigen Geschäftswelt immer weniger eine Rolle. Und wenn unsere Außenministerin bei einem Staatsbesuch ein knallrotes Kleid trägt, ist der rote Blazer auch längst akzeptiert!“ Der Blazer mit seinem klaren Schnitt vermittelt auf jeden Fall Professionalität und die auffällige Farbe sorgt für Sichtbarkeit und zeigt Selbstbewusstsein.

Bei der Farbwahl sollte frau allerdings darauf achten, dass ihr die Farbe des Kleidungsstücks auch gut steht. „Ich betrachte eine Farbe nie einfach nur für sich, sondern mir geht es in erster Linie darum, was die Farbe mit dem Gesicht macht“, erklärt Astrid Windfuhr. Individuell ungünstige Farben lassen die Frau blass und müde aussehen, vorteilhafte Farben schaffen hingegen einen wachen, dynamischen Eindruck und tragen so zu einem erfolgreichen Auftreten im Beruf bei.

Dies sind die Kriterien, mit denen sich günstige von weniger günstigen Farben unterscheiden lassen:

  • Sehe ich müde oder wach aus?
  • Wirkt der Hautton gleichmäßig und frisch oder eher fahl gelblich?
  • Habe ich Schatten im Gesicht? Z.B. unter den Augen?

Die individuelle Ausstrahlung betonen

Ein souveräner Auftritt braucht außerdem auf die individuellen Proportionen abgestimmte Schnittformen. „Unvorteilhafte Kleidung, die an den falschen Stellen zu eng oder zu weit ist, wirkt immer unbeholfen“, erklärt Astrid Windfuhr. Auch wer einen Stil wählt, der nicht zum eigenen Aussehen passt, wirkt unbeholfen. Ein Beispiel: Frauen, die ein natürlicher Typ sind, brauchen matte, strukturierte Materialien. In glänzendem Satin sehen sie unscheinbar und sogar unordentlich aus. Obwohl der Stoff an sich vielleicht für Aufmerksamkeit sorgt, kann die Trägerin darin ihre Ausstrahlung nicht entfalten. Tipp zur Selbstanalyse: Wenn wir uns beim eigenen Anblick im Spiegel verkleidet vorkommen, dann hat das Outfit wahrscheinlich die falsche Stilrichtung, zum Beispiel zu viel oder zu wenig oder das falsche Muster.

Wer hingegen die eigene Individualität durch ein stimmiges Styling zum Strahlen bringt, vermittelt selbstbewusst Persönlichkeit. „Und das ist es, was heute zählt!“, betont Astrid Windfuhr.

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