Erfolgreich über digitale Kanäle

Spätestens seit es soziale Medien gibt, sind das Internet und seine Möglichkeiten für viele unüberschaubar geworden. Doch tatsächlich bietet es viele Möglichkeiten, das eigene Geschäft sichtbarer und effizienter zu machen. Vera Nentwich, IT-Beraterin, Autorin und Bloggerin hat bei einem virtuellen Themenabend des B.F.B.M. Mitgliedsfrauen und Interessentinnen gezeigt, was möglich und vor allem einfach zu realisieren ist.

Unter dem Titel „Andere Zeiten - neue Formate: Wie die digitale Welt Ihrem Geschäft hilft“ hat Vera Nentwich einen Überblick über Plattformen, Kanäle und Tools gegeben, die sich geschäftlich nutzen lassen, entweder für virtuelle Zusammenarbeit oder um mehr Menschen zu erreichen und neue Kunden zu gewinnen.

Virtuelle Zusammenarbeit

Vera NentwichSie wollen ein Meeting mit mehreren Personen abhalten, die sich an unterschiedlichen Orten befinden? Sie wollen die anderen Teilnehmer nicht nur hören sondern auch sehen und es sollen Unterlagen gezeigt und ausgetauscht werden? Dafür muss niemand mehr reisen. Für Video-Meetings gibt es verschiedene einfach anzuwendende Apps wie Zoom oder Skype. Vera Nentwich (im Foto links): „Für die meisten Zwecke reicht sogar die kostenlose Version.“ Auch Unterlagen oder Präsentationen können dabei gezeigt werden, indem man den eigenen Bildschirm für die anderen Teilnehmer freigibt. Während von diesen Plattformen viele Teilnehmerinnen zumindest schon einmal gehört haben, war die Vielfalt an Cloud-Lösungen zur Zusammenarbeit an Dokumenten überraschend. Neben der vielgenutzten Dropbox gibt es mit google.docs, trello, asana und Evernote noch andere Möglichkeiten, bei denen sogar ein besserer Datenschutz besteht. „Jede Anwendung hat ihre ganz speziellen Qualitäten, in trello kann man zum Beispiel wunderbar Projekte mit To-do-Listen für die einzelnen Beteiligten organisieren“, erklärt Vera Nentwich.

Selbst-Marketing im Internet

Während die oben beschriebenen Lösungen erst durch die gegenwärtigen Kontaktbeschränkungen an Bedeutung gewonnen haben, ist digitales Marketing, insbesondere für Einzelselbstständige, zu jeder Zeit ein wichtiges Mittel, um Aufmerksamkeit zu generieren. Vera Nentwich empfiehlt als Mittelpunkt für alle online-Aktivitäten einen Blog.

„Wer in erster Linie sich selbst verkauft, muss Interessenten und Kunden Vertrauen geben. Das funktioniert gut mit einem Blog, weil Sie sich da ganz persönlich darstellen können. Ein Blog ist quasi unser Wohnzimmer im Netz.“

Bekannt wird der Blog über Posts in den sozialen Medien. Die B.F.B.M.-Expertin rät, die Inhalte des Blogs auf mehreren Kanälen, also z. B. auf Facebook, Twitter und Instagram, gleichzeitig „anzuteasern“. Zum Schluss ermutigt Vera Nentwich alle Teilnehmerinnen: „Machen Sie sich keinen Druck, legen Sie einfach mal los. Etwas nicht perfekt Geschriebenes ist besser, als gar nicht im Netz präsent zu sein.“

Motivation und Ausblick

Natürlich musste auch der B.F.B.M. wegen der Coronakrise alle Präsenztreffen erst einmal absagen. Die Idee zu dem virtuellen Themenabend bestand jedoch schon länger. „Mit virtuellen Veranstaltungen können wir auch Frauen erreichen, die an ihrem geografischen Ort keine Regionalgruppe mit Präsenzveranstaltungen zur Verfügung haben“, erklärt Ursula Meyer, die im B.F.B.M.-Bundesvorstand für Kommunikation zuständig ist. Bei diesem ersten Versuch hat die Technik noch nicht perfekt funktioniert und einige Teilnehmerinnen sahen ihre Erwartungen nicht erfüllt. „An der Verbesserung des Formats werden wir noch arbeiten“, verspricht Ursula Meyer.

 

Kommentare
Name:
E-Mail:
Website:
Kommentar:

Kontakt

B.F.B.M. - Bundesverband der Frau in Business und Management e.V.

Parkstr. 43
51147 Köln

Telefon 02203 9422693