Eine B.F.B.M.-Frau im Interview: Petra Pomowski

Petra gehört seit 25 (!) Jahren zur Regionalgruppe in Aachen. Sie ist 55 und arbeitet als Körperpsychotherapeutin und Supervisorin in eigener Praxis. Die Mutter eines erwachsenen Sohnes hat beruflich immer wieder Neues ausprobiert, dabei aber ihren Weg konsequent fortgesetzt.

Was machst du zurzeit?

Seit drei Jahren arbeite ich mit einer 50%-Stelle als Beraterin für berufliche Entwicklung. Dabei berate ich auch Migranten zum Thema Anerkennung ausländischer Abschlüsse. Freiberuflich bilde ich andere Bildungs- und Berufsberater aus. Daneben arbeite ich selbständig als Therapeutin und Supervisorin in meiner Praxis für Körperorientierte Therapie in Aachen. 

Was macht diese Arbeit für dich spannend?

Ich liebe es Menschen kennenzulernen und in einen intensiven Kontakt mit Ihnen zu kommen! Das kann in der Bildungsberatung genauso passieren, wie in der Psychotherapie. Wenn ich in einem guten Kontakt bin, kann ich mein Gegenüber fühlen. Oft kann ich dann erstaunlich gut ausdrücken, was meine Klienten selbst (noch) nicht in Worte fassen können. Wenn dies gelingt, finde ich meine Arbeit immer belebend und unheimlich interessant. Weil jeder Mensch anders ist, wird es nie langweilig. 

Wie bist du zu dem gekommen, was du jetzt machst?

Ursprünglich habe ich Biologie studiert, mit der Idee, irgendetwas im Umwelt- oder Naturschutz zu machen. Ich habe mich bei Greenpeace engagiert, Waldführungen zum Thema „saurer Regen“ geleitet – aber seit dem Vordiplom wurde mir klar, dass ich nicht als Biologin arbeiten werde. Ich hatte auch sonst keinen Plan. Als eine Freundin mich fragte, ob ich in ihrer körpertherapeutischen Selbsterfahrungsgruppe mitmachen wollte, sagte ich ja – denn ich fand es sinnvoll, mich selbst besser kennenzulernen. Dabei entdeckte ich mein Talent für die Körperpsychotherapie, und nach meinem Biologiediplom habe ich selbst eine solche Ausbildung gemacht.

Später gründete ich eine Partnervermittlung „KontaktReich – der Ort für Partnersuche und Partnerfindung“ und entwickelte für für eine Unternehmensberatung Seminare zum Thema Gender. Durch diese Tätigkeit kam ich auch mit anderen „klassischen“ Seminarthemen in Berührung: Kommunikation, Konflikte, Coaching. Dann habe ich meine Heilpraktikerprüfung für Psychotherapie gemacht meine eigene therapeutische Praxis eröffnet. Als als mein Sohn 18 wurde, habe ich mir schließlich noch ein Studium in Supervision und Coaching gegönnt.

Deine Arbeitsbiographie ist von vielen Wechseln gekennzeichnet. Was waren die Anstöße für diese Wechsel? Bzw. auf welche Weise hast du von diesen Wechseln profitiert?

Viele meiner Wechsel wurden durch pure Zufälle angestoßen. Ich habe zum Beispiel Biologie studiert, weil meine beste Freundin nach Aachen gezogen ist und dort Biologie das Studienfach war, das noch am ehesten zu mir passte. Ich bin in die erste Körpertherapiegruppe geraten, weil eben diese Freundin meinte, dort wäre noch ein Platz frei und das würde auch mir guttun. Meine Partnervermittlung hätte ich nicht gegründet, wenn ich nicht zufällig auf eine Anzeige in einer Zeitung gestoßen und mal gucken gegangen wäre…

Heute profitiere ich sehr von der Vielfalt meiner Erfahrungen und meines Wissens. Mir gefällt zum Beispiel sehr die Kombination meiner naturwissenschaftlichen und therapeutischen Ausbildung. Besonders die körperorientierten Methoden kann man sehr gut mit neurobiologischen Erkenntnissen erklären und ich finde es zutiefst befriedigend, dass ich das aufgrund meiner verschiedenen Ausbildungen so ganz durchdringen kann und Wirkprinzipien verstehen und erklären kann.

Warum bist du im B.F.B.M.?

Auch auf den BFBM bin ich durch „Zufall“ gestoßen. Eine Freundin fragte mich, ob ich mit ihr zu einem Veranstaltungsabend gehen wolle. Was mich damals spontan begeistert hat, war die Menge an erfolgreichen und selbstbewussten Frauen. In unserer Regionalgruppe gibt es einen harten Kern, mit dem ich mich sehr verbunden fühle. Ganz toll finde ich unsere Themenabende und die ganz besondere Stimmung, die an solchen Abenden entsteht!

 

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