Eigene Ziele gelassen vertreten

Viele Frauen wünschen sich mehr Selbstbewusstsein im Job. Aber was heißt das genau? Wofür ist es gut? Und wie erlange ich ganz individuell ein gesundes Selbstbewusstsein? Um diese Fragen ging es im Workshop "SelbstBewusst im Beruf" mit Coach Dr. Miriam Luhnen beim B.F.B.M. in Köln. Hier die wichtigsten Erkenntnisse zum Nachlesen:

Was ist Selbstbewusstsein? „Selbstbewusstsein wird oft mit einem selbstsicheren Auftreten gleichgesetzt, es ist aber viel mehr“, erklärt Dr. Miriam Luhnen. Es geht nämlich erst einmal tatsächlich um Bewusstsein, also um die Fragen: Wer bin ich? Was macht mich aus? Wo liegen meine Stärken? „Nur, wenn ich das für mich geklärt habe, weiß ich, was ich vertreten will und kann es mit Selbstvertrauen nach außen bringen“, so Miriam Luhnen weiter.

Im Workshop leitete die Expertin die Teilnehmerinnen in mehreren Schritten durch folgende Reflexions- und Praxisübungen:

Wofür ist Selbstbewusstsein im Beruf gut? 

Was würde sich für mich ganz konkret durch mehr Selbstbewusstsein ändern? Natürlich verspricht mehr Selbstbewusstsein mehr Erfolg durch ein souveränes Auftreten bei Vorstellungsgesprächen, Gehaltsverhandlungen oder Vorträgen. Mehr Selbstbewusstsein - das zeigten die Antworten der anwesenden Frauen - bringt aber auch mehr Freude und Gelassenheit in den gesamten Berufsalltag, zum Beispiel, wenn wir Chef*in und Kollegen eine Idee oder ein Projekt vorstellen wollen. In einer von außen übergestülpten Rolle forsch aufzutreten und damit die Erwartungen anderer zu erfüllen, ist anstrengend. Echtes Selbstbewusstsein hilft dagegen, die eigenen Anliegen und Ziele mit Leichtigkeit zu vertreten und entspannter mit Fehlern und den eigenen Schwächen umzugehen.

Die persönliche Schatzkiste

Welche Herausforderungen habe ich schon gemeistert? Und an welchen Erfahrungen bin ich gewachsen? Beim Nacherleben von eigenen Erfolgsgeschichten kommen die Teilnehmerinnen ihren Stärken und Kompetenzen auf die Spur. Dr. Miriam Luhnen: „Wir konzentrieren uns häufig nur auf das, was wir gerade nicht gut können, während wir all das, was wir ständig gut meistern, als selbstverständlich hinnehmen.“ Benefit dieser Übung: Wir können die Fähigkeiten, die uns in der Vergangenheit geholfen haben, bewusst wieder für aktuelle Herausforderungen einsetzen. Beim Präsenz-Workshop in Köln folgten nun einige mentale Übungen, um die gewonnenen Erkenntnisse in Denken, Fühlen und Handeln zu verankern und mit Hilfe von einem „Powersatz“ für ganz konkrete Situationen nutzbar zu machen.

Die Umsetzung

Dr. Miriam LuhnenStimme, und Körpersprache wirken automatisch souveräner, wenn die innere Haltung selbstbewusst ist. „Aber ihr könnt für eure Außenwirkung darüber hinaus noch mehr tun“, empfiehlt Miriam Luhnen (im Foto rechts). Bei der Stimme lohnt es sich, die so genannte persönliche „Indifferenzlage“ herauszufinden, das ist genau die Stimmhöhe, mit der wir entspannt sprechen können und die auf andere „stimmig“ wirkt. Tipp der Expertin zum Thema Körpersprache: „Nimm dir Raum durch einen breiten Stand und offene Gesten!“ Ganz wichtig ist jedoch: Die innere Grundhaltung muss stimmen, sonst wird auch die beste äußere Inszenierung nicht überzeugen.

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